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2009

Jugendpolitische Diskussion beim Landesjugendring

Jugenpolitik im Fokus der Diskussion

01. Juli 2009

Acht Wochen vor der Wahl war Jugendpolitik das Thema der Hauptausschusssitzung des Landesjugendrings am 01. Juli im Friedrich-Ebert-Haus in Saarbrücken. Gaby Schäfer (CDU), Staatssekretärin im Bildungsministerium, Petra Scherer (SPD), jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, Martina Engel-Otto (FDP), Sprecherin für frühkindliche Bildung und Jugend, Claudia Willger-Lambert (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretende Fraktions­vorsitzende und Heike Kugler (Die Linke), stellvertretende Landesvorsitzende stellten sich der Diskussion zur Jugendpolitik, an der Annika Mansion und Daniela Naumann für die dbb jugend saar teilnahmen.
Grundlage der Diskussion waren die nachfolgend aufgeführten jugendpolitischen Positionen des Landesjugendrings:

Gerechtere Bildungschancen in Schule und Studium herstellen:
Die pädagogisch-didaktische Ausbildung der Lehrer bze. Lehrerinnen muss ausgebaut werden.
Der gemeinsame Unterricht der Schüler bzw. Schülerinnen ist bis zur sechsten Klasse zu gewährleisten. Langfristig ist eine Gemeinschaftsschule anzustreben.
Die generelle Schulzeitverkürzung an Gymnasien auf acht Jahre (G8) lehnen wir ab.
Ein flächendeckendes Angebot von echten Ganztagsschulen im Saarland ist herzustellen.
Lernmittel wie Schulbücher sind kostenlos auf Leihbasis zur Verfügung zu stellen.
Die materielle Ausstattung der Schulen ist zu verbessern.
Die Studiengebühren sind abzuschaffen.
Bildung ist mehr als Schule – Jugendverbände als Bildungsorte stärken:
angemessene Sonderurlaubsregelungen und das Recht auf Freistellung von Schule, Ausbildung, Studium und Beruf
ihre Freistellung von Studiengebühren
eine bessere Grundausstattung für die Leitungsaufgaben der Verbände
mehr hauptamtliche Bildungsreferenten bzw. Bildungsreferentinnen
Genügend Ausbildungsplätze schaffen:
Wir fordern die Ausbildungsplatzumlage. Alle Betriebe, Unternehmen und Verwaltungen müssen sich entweder an der Ausbildung oder an den Ausbildungskosten beteiligen.
Kinder und Jugendliche besser beteiligen:
Das Wahlalter zur Landtags- und Kommunalwahl ist auf 16 Jahre zu senken.
Kinder und Jugendliche müssen an allen sie betreffenden Entscheidungen in ihrem Ort/ihrer Stadt beteiligt werden.
Demokratie sichern ohne Gewalt und Rechtsextremismus bekämpfen:
Rechtsextreme Organisationen und ihre Aktivitäten sind stärker als bisher im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu bekämpfen.
Organisationen zur Stärkung des demokratischen Gedankens und zur Bekämpfung des Rechtsextremismus, wie das „Netzwerk für Demokratie und Courage“ und weitere Projekte von Jugendverbänden sind besser als bisher zu fördern.

Trotz der teilweise heftigen Diskussionen waren Alle einstimmig der Meinung, dass die Arbeit der Jugendverbände geschätzt und anerkannt wird. Jedoch sind wir gefordert Politiker bzw. Politikerinnen unsere Arbeit zu erklären und ihnen unsere Arbeit noch deutlicher zu machen.

( Daniela Naumann)