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Die Unverzichtbaren!

2002

Recht auf Leben - Grundlagen für den Frieden

dbb jugend saar bezieht Position zur Friedenswahrung

01. Juni 2002

Frieden unter den Menschen, in der eigenen Region, im Land oder über Kontinente hinweg, ist mit das wichtigste Ziel eines globalen menschlichen Zusammenlebens. Die dbb jugend saar begrüßt daher alle Maßnahmen, die zu Frieden in der Welt und unter den Menschen führen. Sie sind Grundlage dafür, dass im Pluralismus Gerechtigkeit und individueller Wohlstand herrschen kann.

Die dbb jugend saar erkennt auch die Gefahren der Einseitigkeit von Friedenszielen unter ideologischen Blickrichtungen. Gewalt ist kein Mittel zur Friedenserzielung. Dennoch kann sie notwendig sein, um größeren Gefahren entgegenzutreten.

Diktaturen haben in der Vergangenheit und Gegenwart Unheil angerichtet. Weitere Gefahren drohen durch größere und unkalkulier­bare Waffenpotentiale auf der Welt. Hunger und Armut tragen mit dazu bei, dass Gewaltpotentiale entstehen. die Bundesrepublik Deutschland als weltweit agierende Handelsnation und als Nutz­nießer der Potentiale ärmerer Länder kann bei Konflikten nicht neu­tral bleiben. Aus der Werteordnung unserer Gesellschaft mit human­istischem Gedankengut darf es keinem Bürger dieses Landes gleich sein, wenn Menschenrechte verletzt werden.

Daher stellt die dbb jugend saar fest:

  • Hunger und Armut sind mit die Hauptgründe für Konflikte. Hier müssen die grundlegende Einwirkungsmöglichkeiten gesehen wer­den. Auch die Verständigung zwischen Kulturen und Völkern muss verstärkt ausgebaut werden. Jugendaustausch ist hier ein von der dbbj selbst betriebenes Mittel zu lernen.
  • Die Diplomatie muss Konfliktlöser sein. Nach den beiden Welt­kriegen wurde erkannt, dass Gewalt kein Mittel der Politik sein darf. Zu großes Unheil wurde dadurch ausgelöst. Bedauerlicher­weise rücken militärische Optionen immer stärker in den Blickpunkt der Staatsführer. Die dbb jugend saar befürchtet, dass die Schrecken der letzten Kriege mit deutscher Beteiligung verblassen.
  • Der Verniedlichung von Begriffen wie Präzisionswaffen, ethnische Säuberungen, Einführung neuer Begriffe wie Kollateralschäden, Einschränkung freier Berichterstattung zugunsten kriegsverherr­lichender Propaganda sollen die Zustimmung im Volke sichern und Hemmschwellen für weitere Einsätze abbauen. Wir lehnen diese Beeinflussung ab.
  • Gewalteinsätze deutscher Seite können nötig sein, um Menschen zu schützen. Deutschland darf nicht zusehen, wenn Konzentra­tions- und Vernichtungslager, die diesen Begriff verdienen, errich­tet und betrieben werden. Berichte aus dem Balkan belegen, dass es solche Einrichtungen in unserer jüngeren Zeit gab. Allerdings kann ein Einsatz nur unter polizeitaktischen Gesichtspunkten geführt werden.
  • Die UNO muss frei werden von der übergroßen politischen Einfluss­nahme einzelner Länder. Einsätze deutscher Soldaten können nur auf internationaler Basis ausgeführt werden und unterliegen einer internationalen Führung.
  • Der Bekundung des Einsatzwillens von Atomwaffen in regionalen Krisen oder als Erstschlag durch Staaten ist mit allen diplomat­ischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten entgegenzutreten.

Die dbb jugend saar hofft darauf, dass Kriege als Option zur Konflikt­lösung bald der Vergangenheit angehören werden. Sie selbst ver-sucht durch ihre Arbeit Verständigung zwischen Menschen verschied­ener Herkunft und Kulturen herbeizuführen. Der Mensch steht im Mittelpunkt allen Handelns - vielleicht auch einmal weltweit.

Weiterführung der bisherigen Stellungnahme zu Blauhelm-Einsätzen der Bundeswehr vom 1.11.1997, beschlossen am 16.07.2002.