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Willkommen im Saarland!

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1999

Unser Herbst-LJA zum Thema "Alles Müll, oder?

dbb jugend für Transparenz im Müllsektor

01. November 1999

Die Müllentsorgung ist ein Thema, das gerade in der öffentlichen Diskussion heiß diskutiert wird. Für die Entsorgung der Abfälle ist die öffentliche Hand mit ihren Zweckverbänden zuständig. Dies ist für die DBB Jugend Saar Anlaß genug, sich mit diesem Themenfeld einmal intensiv auseinanderzusetzen. In der Transparenz und Planungssicherheit bei der Müllentsorgung für die Bürgerinnen und Bürger im Saarland liegt ein Hauptproblem für die DBB Jugend Saar. Die Deutsche Beamtenbund Jugend Saar organisiert ca. 1.500 junge Arbeitnehmer aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes im Saarland und den privatisierten Dienstleistungsbereichen wie Post und Bahn. Sie beschäftigt sich auch mit gesellschaftlich und politisch wichtigen Fragestellungen und hilft damit bei der Meinungsbildung im Saarland. "Alles Müll, oder?" war daher der etwas provokante Titel zum Müllgeschäft auf der letzten Sitzung des Landesjugendausschusses der DBB Jugend in Püttlingen. Zur Veranschaulichung besuchten die Teilnehmer die Müllverbrennungsanlage des EVS in Velsen, um vor Ort sich auch ein Bild zu machen

Als eine primäre Aufgabe erkennt die DBB Jugend die Müllverhinderung schon bei der Produktion an. Die Stoffe, die gar nicht erst produziert werden, z. B. überflüssige Verpackungen, brauchen auch nicht recycelt oder vernichtet zu werden. Daher ist die Industrie mit ihrer Produktstrategie gefragt. Müllvermeidung muß auch stärker in den Köpfen der Bürger verankert werden. Trennung von Abfallprodukten, die Nutzung der Sammelcontainer für Papier und Altglas, der Gelbe Sack des Dualen Systems und die Erfassung von Problemstoffen beginnen in den einzelnen Haushalten. Natürlich müssen die einzelnen Systeme konsequent ausgebaut und gewartet, sowie bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Die Müllverbrennung scheint für die DBB Jugend Saar der letzte Schritt nach der Vermeidung und der Wiederverwertung von Abfällen zu sein. Jedoch müssen auch hier Energiepotentiale des Mülls durch Verstromung und der Nutzung von Fernwärme genutzt werden.

Bei der aktuellen Diskussion im Saarland über die Vergabe von Aufträgen bei der Müllentsorgung muß Ruhe und Sachlichkeit einkehren. Unternehmen, Beschäftigte in den Fuhrparks der Kommunen und Unternehmen, als auch die Bürgerinnen und Bürger sind sehr verunsichert. Durch Modelle wie die Müllverwiegung in Saarbrücken, die in Augen der DBB Jugend durchaus zu begrüßen, aber wegen schwieriger Fragen bei Mehrparteienhäuser, Hausbrand und sozialen Aspekten noch unausgereift ist, werden die Bürger zusätzlich verunsichert. Dadurch sinkt die Akzeptanz in der Bevölkerung der Trennsysteme für Müll und die Ökologie wird stärker als nötig belastet. Auch fordert die DBB Jugend unabhängig von bestehenden großtechnischen Konzepten kleinere, arbeitsmarktentlastende und damit gesellschaftlich bessere Verwertungs- und Entsorgungsstrategien zu entwickeln, die den Ansprüchen einer ökologisch verträglichen Müllentsorgung genügen. Die Zweckverbände wie der Entsorgungsverband Saar mit den dahinterstehenden Kommunen im Land haben ihre Verantwortung was Arbeitsplätze und eine günstige Müllentsorgung der privaten Haushalte betrifft, wahrzunehmen.


Im gewerkschaftlichen Teil der Sitzung berichtete Landesjugendleiter Volker Arnold über die Arbeit der DBBJ im letzten Halbjahr. Hier war insbesondere das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der DBBJ zu erwähnen, das verschiedene Seminare von Umweltthemen, Rhetorik über PC-Kenntnisse umfaßte. Besonders interessant sind die Berichte aus den verschiedenen Jugendverbänden der DBBJ Saar. Von geradezu einer Zerschlagung der Deutschen Bahn und staatlich organisiertem Mobbing gegen die Beschäftigten sprachen die Lokführer der GDL. Diese jungen Gewerkschafter berichteten von enormen Belastungen und Überstunden bei ihrer Arbeit. Auch bei der Polizei sind Überstunden kein Fremdwort. Vertreter der Jungen Polizei, so heißt die Jugendorganisation der Deutschen Polizeigewerkschaft, berichteten über den Personalabbau in der inneren Sicherheit des Landes. Berichte von den Rechtspflegern und aus dem Bereich Innenverwaltung des Saarlandes ließen erkennen, daß die Probleme in den einzelnen Verwaltungen sich ähneln.

Für den DBB berichtet der Vorsitzende Bernd Rupp über Arbeit. Er zeigte die Ursachen in der Politik auf, die letztlich zu den Protesten des DBB in Berlin führten. Auch über die neuen Dienstleistungszentren, die künftig das Leistungsangebot des DBB an seine Mitglieder noch erhöhen, berichtete er.

Der nächste Landesjugendausschuß findet voraussichtlich im Mai 2000 in Saarbrücken statt. Dabei wird das Thema "Justizvollzug im Saarland" angegangen. So soll eine Justizvollzugsanstalt besichtigt werden und mit Fachleuten über diesen Bereich diskutiert werden.